Archive for July, 2007
Thursday, July 12th, 2007
sie werden auch Rhytmuskissen, Ehe- bzw. Luftkissen, Liebesschauke, Liebesschleuder oder Wasserbett genannt. Flotte Kissen für müde Eheleute könnte man auch sagen. Kuschelkissen, die nur einen Zweck verfolgen: das Liebesleben lustvoller zu gestalten.
Diese aufblasbaren Plastikkissen kommen keinesfalls unter den Kopf sondern bei heissem Sex und den Po. Dadurch wird der Po erhöht, bei jedem Stoß vibriert das Kissen mit und ein sogenannter “Rückstoßeffekt” erfolgt, wie bei einem Echo wiederholen sich die Stöße. Hier arbeitet das Kissen mit und für den Lover.
Das aufblasbare Liebeskissen ist weich und bequem und anatomisch besonders günstig für die Partnerin. ER kann spielend leicht und extra tief in jeder Position in SIE eindringen.
Und: Die Liebesstöße werden wogend und 3fach verstärkt zurückgefedert - der Genuss steigert und verstärkt sich noch mit zunehmender Leidenschaft.
Einfach himmlisch! Pinkfarben. Abwaschbar - 72 x 54 x 25 cm groß und bietet damit viel Platz für die schönsten Stellungen
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Thursday, July 12th, 2007
Clit Clip, oder auch Labianspange genannt ist es ein erregender Schmuck für intime Stellen.
Dieser Muschiclip ist eine Metallspange, die über die Schamplippen geklemmt wird. Es wirkt, als wäre eine Haarklammer angebracht, die ein rundgebogenes Ende besitzt. Es gibt diese Clips in den verschiedensten Ausführungen und Preisklassen.
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Thursday, July 5th, 2007
Während Männer ihre Sexualität zumeist als ein Bedürfnis betrachten, verbinden Frauen mit Erotik und Sex zumeist Gefühle. Diese unterschiedliche Einstellung zur Sexualität wird besonders im Falle von sexuellen Störungen offenbar: Männer betrachten ein sexuelles Problem in erster Linie als eine gestörte Körperfunktion, die vom Arzt wieder behoben werden soll. “Die Medizin kommt derzeit dieser Einstellung sehr entgegen”, meint Prof. Kockott und warnt davor, dass neue Therapiemethoden die psychische Dimension der Sexualität vernachlässigen.
Frauen erreichen den Höhepunkt ihrer sexuellen Lust um das 35. Lebensjahr, während Männer mit etwa 20 Jahren ihren Höhepunkt erreichen. Innerhalb der männlichen Sexualität lässt diese Lust nach dem 30. Lebensjahr kontinuierlich nach. Bei Frauen geht die Medizin davon aus, dass erst mit ca. 35 Jahren der Gipfel des sexuellen Interesses erreicht ist. Auch über die Wechseljahre hinaus erfolgt zumeist keine Reduzierung des sexuellen Dranges. Bei manchen Frauen bewirkt der Androgenüberschuss, der durch diese Hormonumstellung erfolgt, sogar eine Steigerung der Libido, des sexuellen Verlangens.
Oftmals leiden Frauen, die normal erregbar sind, an Orgasmusstörungen. Die Sexualmedizin ist sich noch nicht darüber einige, ob es sich um eine tatsächliche Störung handelt. Vielmehr stellt sich hier vielleicht die Frage, ob der Partner genügend auf die Frau eingehen kann und sich auf ihr anderes Empfinden einstellen kann. Ganz wichtig ist für Frauen, dass sie Vertrauen zum Partner und in die bestehende Beziehung haben können. Mit zunehmender Selbstsicherheit und Unabhängigkeit werden Frauen ihre Sexualität in Zukunft leichter leben können.
Kalte, statistische Zahlen …. vielleicht auch für Männer interessant …
Jede fünfte Frau hat ihn nur manchmal, knapp jede zehnte selten oder nie. Gesundheitliche Probleme sind seltenst die Ursache für diese schlechte Quote, sondern vor allem zwei Dinge, so die amerikanische Sex-Expertin Lou Paget: “Die Frau wird nicht richtig stimuliert und sie ist mental nicht bei der Sache.”
Um genau zu sein ….
29% aller Frauen selten oder nur manchmal einen Orgasmus beim Geschlechtsverkehr
84% erhalten durch orale Befriedigung einen Orgasmus
40% sind laut Angabe mit ihrem Sexualleben zufrieden
63% gehen davon aus, dass Männer weibliche Wünsche nicht kennen
30% der Männer haben beim Sex öfter einen vorzeitigen Orgasmus
34% der Frauen täuschen häufig einen Orgasmus vor
Für das Sexforscher-Duo William H. Masters und Virginia E. Johnson ist der Höhepunkt schlicht die dritte von vier Phasen der Lust beim Sex: Erregungsphase, Plateauphase, Orgasmus und Rückbildungsphase.
In der Praxis bleiben viele Frauen in der Plateauphase stecken. Sie fühlen sich erregt, Blut fließt in den Unterleib, der PC-Muskel, der die Scheide umgibt, vergrößert sich. Klingt nicht so, macht aber mächtig Spaß. Der endgültige Höhepunkt sollte dann erreicht sein, wenn die Muskeln sich rhythmisch zusammenziehen und dann kommt’s: Ein Opiat, das im Gehirn aus dem ACTH-Hormon gebildet wird, und das Lusthormon Oxytocin werden ausgeschüttet. Übersetzt bedeutet das: Aber hallo! Ein kurzer - heftiger - Drogenrausch, verursacht mit körpereigener Chemie.
Links jeglicher Art: Orgasmustechniken, Selbstbefriedigung, Therapien und mehr
Antwort des Net-Doktors
Die sexuelle Erregung der Frau
Selbstbefriedigung für Frauen und Mädchen
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Wednesday, July 4th, 2007
Aphrodisiaka sollten “eigentlich” den Geschlechtstrieb steigern. Seit jahrhunderten sind eine Menge Kräuter bekannt, die zuweilen unter das Essen gemischt wahres Begehren hervorrufen sollten.
Ob die folgenden Rezepturen jedoch alleine genügen Wunder zu vollbringen ist fraglich. Zwiefelsohne aber haben die nachfolgend verwendeten Pflanzen eien allgemein anregenden und belebenden Effekt und sind keinesfalls schädlich. Was also spricht gegen einen Versuch?
Anisaufguß:
1 gr (ca. 1 knapper, gestr. TL voll) zerstoßene Anissamen it 1 Tasse gekochtem Wasser aufgießen, kurz ziehen lassen und abseihen. 1 - 2 Tassen täglich nach dem Essen. Selbige Menge Anissamen kann auch so eingenommen werden.
Koriander: 1 TL Korianderfrüchte (Samen) mahlen oder zerstoßen und mit 1 Tasse kochendem Wasser überbrühen. 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Jeweils 1 Tasse nach jeder Hauptmahlzeit.
Zimtschnaps:
40 gr Zimtstangen, 30 gr aufgeschnittene Vanilleschoten, 30 gr zerkleinerte Beerenklauwurzel zusammen in 1 Flasche gutem Klaren ansetzen und verschlossen 2 - 3 Wochen ziehen lassen. Mehrmals aufschütteln. Danach abseihen, nochmals durch einen Papierfilter gießen und in die saubere Flasche zurückfüllen. 1 Schnapsgläschen immer täglich gleich nach dem Essen.
Pfefferminz-Tinktur:
80 gr frische Pfeffer- oder andere Minze waschen, abtropfen und fein schneiden. In 0,7 l gutem Klaren 10 Tage verschlossen ziehen lassen. Danach abgießen, die Minze auspressen und nochmals durch einen Papierfilter filtrieren.
In der ausgespülten Flasche aufbewahren. 1 TL zerkleinerte Zimtstange mit 1 Tasse kochendem Wasser überbrühen und 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. In den Abguß davon 1 EL der zubereiteten Minzetinktur geben und verrühren. 1 Tasse nach dem Essen.
Zu den anregenden Kräutern, die man reichlich in der Küche verwenden sollte gehören vor allen Dingen die Gewürznelken, Bohnenkraut, Ingwer, Salbei, Quendel und Brennessel. Die Kräuter sollten möglichst frisch verwendet werden.
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Wednesday, July 4th, 2007
Die meisten Menschen tun es oder haben es zumindest schon getan: Selbstbefriedigung.
Ob Männer oder Frauen, Junge oder Alte. Ob heimlich unter der Decke - oder offenherzig mit voyeuristischen Einblick für den Partner. Manche tun es mehrmals am Tag, manche gelegentlich, manche fast oder gar nie.

Selbstbefriedigung ist nicht etwa wie man früher glaube (manche glauben es heute noch) etwas Schlechtes oder gar Schädliches, nein ganz im Gegenteil.
Selbstbefriedigung kann den Geschlechtsverkehr nicht ersetzen, aber es kann durchaus eine prickelnde Ergänzung sein. War es früher verpönt sich selbst zu befriedigen, darf man es heute ohne Scheu einfach machen. Im 18.Jahrhundert wurden sogar Eltern empfohlen ihre Kinder nachts ans Bett zu fesseln, damit sie es nicht tun konnten, so denken wir heute ganz anders darüber. Keiner kommt mehr auf den Gedanken dass sich selbst Lust zu verschaffen etwas Schlechtes oder gar Gesundheitsschädliches sein könnte. Heute gehen viele offen damit um tun es einfach ohne sich Gedanken darüber zu machen.
Der Sex mit sich selbst gehört zum Geschlechtsleben wie Küssen, Streicheln, verschiedene Stellungen oder Rollenspiele. Der Vorteil ist nur, dass man nicht auf einen Partner angewiesen ist. Das Geheimnis der sexuellen Lust steckt einzig und allein in den eigenen Fingerspitzen.

Nicht jeder Mensch hat immer gleich viel Lust oder gleich oft das Bedürfnis nach Sex hat wie der Partner und gerade in solchen Beziehungen kann Selbstbefriedigung eine große Hilfe sein. Auch wenn etwa der Mann dazu neigt, einen vorzeitigen Samenerguss zu haben, so ist es durchaus hilfreich, wenn er sich vor dem Verkehr mit seiner Partnerin selbst befriedigt und damit dann seine Erregungskurve nicht so schnell ansteigt. Dann wird er während des Verkehrs nicht so schnell kommen und auch seine Partnerin hat was davon.
Übrigens – wer Schlafprobleme haben sollte, der sollte statt der üblichen Schlaftabletten mal zur zärtlichen Hand greifen. Laut US-Wissenschaftlern werden durch den Orgasmus, Hemmungen und Spannungen abgebaut und der Körper kann sich entspannen. Somit wirkt der Orgasmus sogar besser als jedes Schlafmittel.
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Wednesday, July 4th, 2007
Immer mehr Frauen stehen offen dazu, ihr heißes Verlangen mit den Fingern zu befriedigen. Egal ob kuriose Sextoys im Spiel sind oder eine zärtliche Hand. Die Möglichkeiten sich selbst zu stimulieren sind zahlreich.
Bei der morgendlichen Dusche erinnert sich Erika an die heiße Nacht von gestern, kribblige Gefühle steigen in ihr hoch. Mit dem sanften Wasserstrahl fährt sie sanft über ihre Brüste und merkt, wie ihre Nippelchen stehen. Ihre Hand gleitet langsam über ihren Körper, die Finger rutschen zwischen ihre bebenden Schenkel, streicheln sanft ihren sensiblen Liebesknopf. Mit dem soften Wasserstrahl berührt sie sanft ihren Venushügel, der ihr irre Schauer über den Rücken laufen lässt. Mit der warmen Brause heizt sie ihrer Muschi ordentlich ein, sodass geile Lustgefühle ihren Unterleib durchziehen.
Immer schneller und intensiver schärft Erika mit der Brause an. Der Duschkopf verschafft ihr so scharfe Gefühle, dass sie wenig später einen wahnsinnig schönen Höhepunkt erlebt. Erst langsam lösen sich ihre Finger danach wieder von der kribbelnden Pussy …
Das wohlig-schöne Gefühl von kitzligen Wasserstrahlen spüren viele Frauen total gerne zwischen ihren erregten Schenkeln. 74% der Frauen haben auch angegeben, dass sie ab und zu den Duschkopf für heiße Pussyspiele benutzen. Das warme Wasser hat eine in spannender Wirkung für den ganzen Körper und regt die Durchblutung der weiblichen Geschlechtsorgane an und zusätzlich begünstigt es auch noch erotische Gefühle.
Aber nicht nur die Duschbrause ist ein beliebtes Hilfsmittel, bei Frauen ihre Lust zu befriedigen - auch Dildos, Vibratoren und Lustkugeln sind immer häufiger in den weiblichen Nachttischen zu finden. Schon 56 Prozent der Deutschen Frauen haben schon mindestens einmal die lustvolle Bekanntschaft mit solchen scharfen Hilfsmitteln gemacht! Das Schöne an den Kunststoffpenissen ist, dass Sie sowohl einsame Lustmomente versüßen als auch ins Liebesspiel mit dem Partner einbezogen werden können.
Bei Marion (36) und ihrem Lover Markus (39) ist es schon Gewohnheit, dass der Dildo zum Einsatz kommt.
“Markus macht es unheimlich an, wenn ich mich vor ihm befriedige,” erzählt Ina. “Wenn ich meinen Kunststoff-Stängel rauszauber und es mir vor Markus Augen mache, kommt er sofort in Fahrt! Oft bringen ich mich vor seinen Augen zum Orgasmus - das schärft mich tierisch an. Dann und wann holt er auch seinen Dicken heraus und reibt ihn. Dann befriedigen wir uns richtig geil voreinander - das ist manchmal sogar noch heißer, als zu poppen…”
Neben scharfen Hilfsmitteln ist der gute ” alte Handbetrieb ” nach wie vor sehr populär! 95 Prozent der Frauen lieben den lustvollen Einsatz ihrer Finger, um sich in Fahrt zubringen.
Weil sie sich so unverfälscht und unmittelbar spüren. Dabei streicheln die Fingerkuppen nicht nur die sensible Klitoris, sondern auch den hochsensiblen Venushügel, die Schamlippen und d den Scheideneingang. Die zweite Hand geht häufig auf lustvolle Reise über den Körper: Brüste, Po und Dammbereich werden mit zärtlichen Streicheleinheiten zum Vibrieren gebracht.
Heike (25) erklärt ganz offen, wie sie sich mit den Händen zum Höhepunkt bringt: ” Wenn ich verträumt im Bett liege, knete ich mir selbst meine prallen Brüste, bis mich Lustschauer überziehen. Mit weichen Fingerkuppen schärf ich dann in kreisenden Bewegungen meine Liebesperle an, dass ich sofort feucht und bereit werde. Während meine eine Hand untenrum beschäftigt ist, streichel ich mit der anderen zärtlich über meinen gesamten Körper. Im Zusammenspiel machen meine Finger mich so scharf, der sich bald schon explodieren könnte vor Lust. Nach dem ersten Mal bin ich dann erst richtig heiß gelaufen. Immer wieder finden meine Hände das Ziel und bescheren mir so herrliche Mehrfach-Orgasmen, die nicht minutenlang durchschütteln und ganz wuschig vor Geilheit machen…“
Mehrfach-Orgasmus
Anders als der Mann ist eine Frau, die masturbiert, oft nicht mit einem Orgasmus zufrieden, sondern erlebt mehrere aufeinander folgende Höhepunkte, bis sie komplett befriedigt ist!
Beim Masturbieren streicheln sich Frauen an Klitoris, Scheideneingang, Schamlippen sowie an Brust, Bauch, Po usw. bis zum Höhepunkt!
Alle diese erogenen Zonen werden durch zarte Berührungen in Stimmung gebracht und dabei stärker durchblutet. Die Erregung der Lustnerven klingt nach dem ersten Höhepunkt nicht so schnell ab wie beim Mann, sondern kann durcherneute Stimulation sogar noch erhöht werden und so wieder zum Orgasmus führen! Die Fähigkeit zum Mehrfach-Orgasmus hat grundsätzlich jede Frau, sie muss nur durch sanfte Experimente mit der eigenen Lust erforscht werden. Oft durch kreisendes streicheln der Klitoris oder einführen eines Dildos - jede Frau muss herausfinden, welcher Weg der Passende ist!
Ein Paar Tipps:
Als Auftakt …
… eignet es sich super, wenn sie sich vor ihm streichelt. Oft steigert sich ihre Lust ohnehin etwas langsamer als seine, also ist so ein bisschen ” Vorarbeit ” sehr hilfreich.
Der visuelle Reiz…
…ist für ihn Mega-Groß! Er liebt es zu sehen, wie sie sich an ihren empfindsam stellen anfasst, wie ihre Lust ins grenzenlose wächst. Was lernen kann er auch - denn nur hier kann er genau sehen, worauf sie 100-prozentig abfährt!
Auch er…
…kann Hand anlegen und sich vor seiner Partnerin zeigen lassen, wie sie mit dem Sex–Toy am liebsten eingeschärft wird, und dann ins Spiel einsteigen.
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Wednesday, July 4th, 2007
Schon im frühen 19. Jahrhundert entdeckte der große französische Naturalist Jean-Henri Fabre sexuelle Köderstoffe an Insekten. Die Bezeichnung für diesen Duftstoff ist “Pheromon” kommt aus dem Griechischen und wurde 1959 von deutschen Wissen- schaftlern geprägt, um diesen starken Wirkstoff zu beschreiben. Die wörtliche Beschreibung steht für: Erregungs-Übertragung.Â
In den dreißiger Jahren wurden genaue Untersuchungen dieser starken Geruchssignale durchgeführt, um festzustellen, ob man über sie eine gewisse Kontrolle über die Insektenpopulation ausüben kann. Über diesen Weg ist die Wissenschaft - auch wenn hier gegensätzliche Meinungen herrschen - auf dem Weg zu der Erkenntnis, es ist kein Zufall, wer wen riechen kann!Â
Selbst bei regelmäßiger Körperpflege und Parfümierung verfügt jeder Körper über eine eigene Duftnote. Sexualität und Lust geht über den Kopf, speziell über das limbische System, welches vom Noradrenalin beeinflußt werden kann (was natürlich bewußt keiner der Liebenden mitbekommen wird). Dieses Noradrenalin stellt jeder Körper in Eigenregie her, nimmt den Geruch beim eventuellen potentiellen neuen Liebespartner wahr und gibt die “eigene Duftnote” ab. Beim Menschen ist genau dieses limbische System für lustvolle Empfindungen zuständig. Es reguliert Geschlechtstrieb und Fortpflanzungszyklus - durch genau diese Gerüche und die Reaktionen darauf. Einige Nerven führen vom Geruchszentrum in der Nase zum limbischen System, um nun das sexuelle und emotionelle Zentrum zu stimulieren. Wird also von einem Menschen der passende Geruch wahrgenommen, reagiert der Körper - mehr oder minder - automatisch.Â
Gerüche können sehr intensiv sein. Sie können Erinnerungen an das Tageslicht zaubern, sie können alte Abneigungen aktivieren und sie können für jegliche Art von Erinnerung sorgen. Egal, wie wir unseren eigenen Gerüche durch Parfüm, Deo oder andere Duftstoffe aktivieren werden - unser “Eigengeruch” bleibt uns erhalten und wird von anderen unbewußt wahrgenommen und wird zu Reaktionen führen.
Die Gerüche, die ein Körper ausströmt, sprechen beredt die Sprache der Liebe. Im Jahr 1879 entdeckte der französische Schriftsteller Lind Insektenforscher Jean-Henri Fabre, daß der weibliche Schmetterling allein durch seinen Duft über eine Entfernung von mehreren Kilometern hinweg die Männchen seiner Art anzieht. Inzwischen hat sich immer deutlicher erwiesen, daß ein enger Zusammenhang zwischen Sexualfunktionen und Geruchsfunktionen auch beim Menschen besteht. Nach den amerikanischen Sexualwissenschaftlern W. H. Mastets und XT. F. Johnson steigert sich die GeruchsentwickIung in den behaarten Zonen während der genitalen Erregung, und der Sexualakt selbst ist davon begleitet. So eng verbunden mit der Lust können die körperlichen Gerüche des andern entzücken, aber auch abstoßen; niemals lassen sie völlig gleichgültig.
Wie Georg Groddeck in seinem Buch vom Es darlegt, erwacht unser Wahrnehmungsvermögen für körperliche Gerüche sogar schon, bevor wir unseren ersten Schrei ausstoßen. Es wird während unserer ersten Lebensjahre dauernd und massiv angesprochen. »Zunächst ist der Geruch des weiblichen Schoßes und des Blutes, das daraus fließt, eine der ersten Wahrnehmungen, die der Mensch macht. Dann kommt eine Zeit, in der die Nase des kleinen Weltbürgers sich hauptsächlich mit dem Riechen des eigenen Urins und Kotes beschäftigt, was gelegentlich mit den Düften der Frauenmilch und der mütterlichen Achselhaare abwechselt, während dauernd der intensive, durchdringende und unvergeßliche Duft des Wochenflusses einwirkt . . . In den ersten Jahren sind es die Füße und Beine, die das Kind riecht; denn das Kind ist klein, und die Erwachsenen sind groß . . . Das Kind lernt zunächst die Beine der Menschen kennen und lieben; das ist wichtig, erklärt vieles und wird nie beachtet. Dann kommen Jahre, lange Jahre, in denen das Kind fast ununterbrochen riechen muß, was in der Bauchgegend der Erwachsenen vor sich geht, und das gefällt ihm ausnehmend gut. Und das wird auch rührend gefunden. Welcher gefühlvolle Schriftsteller ließe sich wohl den Knaben - oder den Mann - entgehen, der seinen Kopf im Schoß der Mutter oder der Geliebten - birgt. Was, seiner Poesie entkleidet, genausoviel heißt wie: er steckt seine Nase zwischen ihre Beine. Das klingt roh, enträtselt aber die Entstehung der Kindesliebe und die Liebe zur Frau. Die Natur hat wunderliche Wege, um den Menschen zum Weibe zu zwingen, und das ist der, der von allen begangen wird.«
Mit großem Aufwand an Hygienevorschriften und Erziehungsgrundsätzen haben die regulierenden Kräfte des Lebens in der Gemeinschaft die freie Entfaltung körperlicher Gerüche und deren genußvolle Wahrnehmung bekämpft. Man hat in Ekel und Widerwillen verwandelt, was einst Lockung und Lust war.
In den westlichen Gesellschaften fühlt sich heute jeder gehalten, seine persönlichen Ausdünstungen im Keim zu ersticken. Aber kein Bad und keine Haarwäsche, keine Seife und kein Deodorant kann jemals verhindern, daß ein Mensch unter dem Ansturm der Leidenschaft seinen inneren Aufruhr durch einen plötzlichen Schweißausbruch oder eine Geruchswelle von den Genitalzonen zum Ausdruck bringt. Manche Menschen, deren Geruchssinn noch nicht völlig durch die erworbene Schamhaltung verkümmert ist oder durch ständige aufdringliche Einwirkung künstlicher Gerüche abgestumpft wurde, können diese zarten Signale des Körpers bei ihren Mitmenschen wahrnehmen; sie ziehen daraus sehr praktische Schlüsse für ihr Liebesleben.
Die menschliche Einstellung gegenüber dem Gebot der Abschwächung bzw. völligen Unterdrückung der natürlichen Gerüche ist ausgesprochen ambivalent. Es muß eine große Frustration gewesen sein und ist es immer noch, auf den sinnlichen Genuß, den uns das Geruchsorgan vermittelt, zu verzichten. Zum Ausgleich haben wir für die scharfen körperlichen Gerüche einen Ersatz in den weniger aggressiv sinnlichen Düften aus dem Pflanzen- oder Tierreich gefunden, und eine riesige Parfümindustrie blüht und gedeiht im Dienste des Sexualinstinkts.
Wir gebrauchen Körperpflegemittel, um die nunmehr als abstoßend empfundenen Körpergerüche zu bekämpfen; weil wir natürlich nicht abstoßen möchten. Dann veredeln wir diesen desodorierten Körper mit einem berauschenden, durchdringenden Parfüm in der eindeutigen Absicht zu verführen. Das Parfüm, reines Kulturerzeugnis, macht die Natur erträglich, mehr noch: es verleiht ihr Lockung und Reiz. Die parfümierte Frau scheint zu sagen: »Dufte ich nicht sehr gut?« und fragt: Gefalle ich Ihnen?« Von geheimnisvollen Duftwolken umschwebt, reizt und lockt sie. Man soll sie einatmen. Keine Frau wird das leugnen.
So gesehen ist das Parfüm eine - manchmal deutliche und direkte, manchmal bloß unbestimmte und für alle möglichen Vermutungen offenbleibende Sprache, die unaussprechliche Botschaften dem anderen mitteilen soll. Derartige Botschaften mögen unaussprechlich sein, der Dechiffrierung sind sie nicht entzogen. Mit unserer unverbesserlichen Neigung, alles zu vermenschlichen, haben wir den Blumen und den aromatischen Essenzen, die wir ihnen entziehen, um sie uns anzueignen, psychologische Eigenschaften und symbolische Bedeutungen zugeordnet, wie es uns unsere Instinkte eingegeben haben.
Die Rose ist ein Symbol voll erblühter Weiblichkeit; das Geißblatt steht für stürmische Freiheitsliebe. Das bescheidene Veilchen symbolisiert die Sanftmut, Jasmin die Sehnsucht, die Zitrone herb-frische jugendlichkeit. Pfefferdüfte werden für geistreich und originell gehalten. Lavendelkraut erinnert an reine, klare Höhenluft. Ambra und Moschus zaubern eine Atmosphäre der Sinnlichkeit. Zedernöl bedeutet kraftvolle Lebensenergie, Sandelholz Raffinement und Fichtennadelöl Gesundheit.
Leichter fällt es uns noch, die der Natur entlehnten Parfüms in männliche und weibliche Düfte zu trennen. Parfüms mit den Duftnoten von Tabak, Russenleder, Benzoe, Zimt, Zedernöl und Zitrone wirken auf uns männlich. Lavendelduft wird merkwürdigerweise als beiden Geschlechtern zugehörig empfunden; er hat eine keusche, fast geschlechtslose Note. Dagegen haben alle Blumenparfüms - Jasmin, Rosen, Maiglöckchen, Reseda usw. - eine sehr weibliche Ausstrahlung. Eine Frau, die diese ungeschriebenen Gesetze übertritt und ein Parfüm wählt, das nach allgemeiner Auffassung als männlich gilt, wird Verwunderung oder sogar Mißtrauen auslösen. Der Mann, der sich in Blumendüfte hüllt, ruft noch stärkeren Argwohn hervor. Die Weiblichkeit der Frau, die Männlichkeit des Mannes wird von der Umgebung, die dieses ungewöhnliche Parfüm an ihnen wahrnimmt, angezweifelt.
Denn der Mann oder die Frau identifizieren sich mindestens teilweise mit dem Duft, den sie wählen. Modische Beeinflussung läßt den Mann die Gerüche des Moschusochsen oder der Mandragora seinen eigenen Ausdünstungen vorziehen. Sein eigentlicher Beweggrund sind aber irrationale Vorstellungen aus der Gefühlswelt des Urmenschen. Der primitive Jäger schmückte sich mit einem Stück vom Fell seines erlegten Feindes, damit dessen Stärke und Kraft auf ihn übergehen möge. Solchen Jagdzauber gibt es bei den Naturvölkern auch heute noch. Der Europäer, der sich parfümiert, verhält sich ähnlich; er wünscht sich unbewußt die wundervollen Eigenschaften, mit denen er selbst zuvor den Spender des Duftes ausgestattet hat. Daher informiert die Auswahl des Parfüms nicht so sehr über die wahre Natur eines Menschen als vielmehr über die Vorstellung, die er seiner Umgebung von sich selbst vermitteln möchte. Die Botschaft ist doppeldeutig und muß auf Umwegen entschlüsselt werden.
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Wednesday, July 4th, 2007
Trifft man einen Menschen zum ersten Mal, unterhält sich mit ihm und beobachtet ihn und seine Bewegungen und seine Mimik, so wird er in uns einen bestimmten Eindruck erwecken. Durch seine Stimme, seine Sprechweise und seine Mimik werden in uns Erinnerungen und Gefühle wach, die auf frühkindlichen Erfahrungen beruhen. Jedoch könnte sich während der Zeit des Kennenlernens dieses Bild entsprechend verändern.
Dennoch wird dieser erste Moment - dieses erste Empfinden - uns lange begleiten und wir unter diesem Einfluß stehen. Unser Gehirn enthält ein neurophysiologisches Muster, bzw. Raster. Wenn uns ein Mensch begegnet, der über den ersten Eindruck in dieses Muster paßt, so wird der Betreffende sich bemühen dieses Wesen besser kennenzulernen. Der erste Kontakt des Kennenlernens ist somit einer starken Wechselwirkung unterworfen, die durch beide Individuen und deren Verhalten in entsprechende Bahnen gelenkt wird oder ins Abseits gerät. Besonders vorsichtig sein sollte man hier sein um nicht mit dem ersten Eindruck ein komplettes Bild über das Gegenüber zu malen. Der erste - äußerliche - Eindruck könnte falsch sein.Â
Ist der erste optische Eindruck entstanden stellt sich die Frage nach einem weiteren Kontakt oder einem absterben des Kontaktes. Versuche haben ergeben, daß Menschen, die sich in einem engen Fahrstuhl mit unbekannten Mitfahrern befinden eine bis zu drei mal erhöhte Pulsfrequenz besitzen - sie fühlen sich in dieser Nähe unwohl, bedrückt und beunruhigt. Der Wissenschaftler Wilhelm Griffit zeigte zum Beispiel, daß die gegenseitige Anziehung zwischen zwei Menschen in einer gewissen Abhängigkeit zur Raumtemperatur stehen kann. Versuchspersonen schätzten sich in einem überhitzten Raum wechselseitig negativer ein als in einem normal temperierten. Dieses körperliche Unbehagen beeinflußt die Entscheidung über das Gegenüber. Fazit - selbst der tollste Mann / die tollste Frau - würde im strömenden Regen, bei Kälte, durchfrorenen Gliedern und ähnlichen Begleiterschei- nungen vermutlich nicht wirken können.Â
Besonders stark wirkt sich auf die erste Begegnung erfahrungsgemäß die emotionale Verfassung der Menschen aus. Besonders in Gefahrensituationen, während Filmen des Krimi- oder Horrorfachs, neigen männliche Versuchspersonen eher dazu, sich mit Frauen (die sie in dieser Situation kennengelernt haben) zu verabreden als diejenigen Männer, die keine prickelnden Situationen miterlebt hatten. Untersuchungen bewiesen klar daß Männer, die eine gefährliche Brücke überquert hatten eher gewagt hatten eine interessante Frau anzusprechen als die Männer, die eine weniger gefährliche Brücke überquert haben. In diesem Versuch wurde der direkte Zusammenhang zwischen emotionaler Erregung und Sexualität bewiesen.Â
Fazit, was aus zwei Menschen wird, die sich begegnen hängt von Details ab, denen man unter Umständen keine Bedeutung beimißt: frühkindliche Muster, gewollte oder beengte Nähe, Wohl- oder Unwohlgefühl, Raumtemperatur, Adreanalinspiegel, der emotionalen Verfassung und vielem mehr. Alles Begleitumstände, die uns vermutlich nicht bewußt sind - die aber für entsprechende Konsequenzen sorgen können.
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Wednesday, July 4th, 2007
Politische Beobachter und Journalisten haben sich angewöhnt, die Dauer der körperlichen Kontakte zwischen Staatsmännern, denen das Schicksal der Nationen anvertraut ist, sorgfältig zu verzeichnen. Ein in die Länge gezogener Händedruck ist nach ihrer Meinung als günstiges Zeichen zu werten, besonders wenn die handelnden Personen gleichzeitig Blickkontakt halten. Das war der Fall bei einem historischen Händedruck zwischen dem Vorsitzenden Mao und Henry Kissinger: er dauerte neunzig Sekunden.
Eine Nummer der Zeitschrift Le Spectacle du Monde (Nummer 141, Dezember 1973) enthält ein ähnliches Dokument von einem Treffen Giscard d’Estaings mit Rapine. Ihr Händedruck läßt den relativen Mißerfolg des Treffens bereits ahnen.
Die Entfernung zwischen den Partnern ist sehr groß. Giscard d’Estaing hält seinen Arm fast ganz ausgestreckt, um die Hand seines Gegenübers zu ergreifen, und sein Daumen legt sich wie eine Barriere quer über den Handrücken von Rapin; fast berührt er seinen Ärmel. Seine freie Hand hält er gut verborgen in der Tasche, was ein ganz eindeutiges Zeichen von Vorsicht und Reserve ist. Es sieht zwar so alls, als sei der Blickkontakt hergestellt, aber der steif aufgereckte Kopf Giscard d’Estaings und sein sehr gemessenes Lächeln halten seinen Partner auch moralisch auf Abstand. Dagegen zeigt Herr Rapine mit vorgeneigtem Kopf, hochgezogenen Brauen und gerunzelter Stirn ganz deutlich, dass er in der schwierigen moralischen Situation des Bittstellers auftritt.
Die Photographie kann leider nicht die innere Dynamik dieses Gestenaustauschs wiedergeben. Wer von beiden war es zum Beispiel im Fall Mao Tse-tungs und Henry Kissingers, der so lange und besitzergreifend oder nur einwilligend und eher passiv die Hand des andern hielt? Von wem ging der Impuls aus, der dieses Händeschütteln so schwungvoll in Bewegung setzte? Wer gab das Zeichen zum Aufhören? Und welche Energiemenge wurde von den Muskeln der vereinigten Hände im zweiten Beispiel mobilisiert? Diese präzisen Fragen könnten in jedem einzelnen Fall nur von den handelnden Personen selbst beantwortet werden. Forschungsarbeiten und Versuchsreihen haben jedoch die Bedeutung bestimmter Formen des Informationsaustauschs im Zuge eines Händedrucks entziffern können.
Der Händedruck beginnt mit einer Bewegung des Unterarms, die von beiden Partnern gleichzeitig oder von einem der Partner mit Verzögerung ausgeführt wird, Bei uns ist ein Händedruck, übrigens fälschlicherweise Shakehands genannt (die Engländer sagen hand-shake), üblich, wenn zwei Personen, die sich nicht kennen, einander vorgestellt werden; außerdem, wenn zwei Personen, die sich kennen, zum erstenmal im Laufe des Tages sich treffen. Es besteht praktisch kaum Unsicherheit darüber, ob ein Händedruck jeweils angebracht ist.
Schon das kleinste Zögern bei der Anfangsbewegung des Unterarms läßt die Einstellung der beiden Partner zueinander teilweise erkennen. Wenn jemand die Hand ausstreckt, zurückzieht, erneut ausstreckt, beweist er damit entweder seinen Widerwillen gegen den Kontakt mit der Hand des andern, oder er fürchtet, daß seine Geste unerwünscht ist und seine ausgestreckte Hand ins Leere stößt oder eine Hand ergreift, die ihm nur zögernd und widerwillig überlassen wird. Ziemlich eindeutig ist es, wenn jemand als Reaktion auf die bereits ausgestreckte Hand des andern seinen Arm in sparsamster Weise vorstreckt, ihn nah bei sich behält, wodurch er seinen Partner zwingt, seinerseits drei Viertel der Entfernung zu überwinden. Damit versetzt er den anderen zwangsläufig in die Lage des Bittstellers. »Meine Hand ist bereit, die Ihre anzunehmen«, will er eigentlich sagen, »aber nur, weil Sie Wert darauf legen. Sie sollten sich darüber klar sein, daß die Bemühung auf Ihrer Seite liegen muß und daher Sie die ganze Wegstrecke allein zurücklegen müssen.«
Es kann dagegen auch sein, daß derjenige, der die Initiative ergreift, mit einer schnellen Bewegung seinen Arm in ganzer Länge ausstreckt und damit eine Grenze markiert, die der andere nicht überschreiten darf. »Es ist eben unvermeidlich, daß wir uns die Hand geben«, sagt der ausgestreckte Arm, »aber versprechen Sie sich davon bloß keine Vertraulichkeit.«
Wer dem Händedruck des Partners drei passive Finger überläßt, beweist damit Herablassung. Daraus spricht eine gewisse Geringschätzung, die übrigens auch dem Händedruck als institutionalisiertem Ritus gelten kann. Der gleichgültige Händedruck gehört oft zu einem Intellektuellen, dessen wahres Leben sich in der Sphäre der Abstraktion und der Begriffe abspielt. Er mißt körperlichen Kontakten, der körperlichen Existenz überhaupt, wenig Bedeutung zu. Seine Geste gibt zu verstehen: »Fügen wir uns dem Brauch, obwohl dieser Kontakt unserer Hände höchst uninteressant ist. Für mich zählt etwas anderes; wir können uns auf einem anderen Gebiet begegnen.«
Ein plötzliches Zurückziehen der Hand nach dem Händedruck verrät oft einen Mangel an Sicherheit. Der Mensch, dessen Hand sich auf den Händedruck eingelassen hat, erschrickt auf einmal über seine Kühnheit und möchte so schnell wie möglich den Rückzug antreten. Vielleicht wohnt in tiefen Schichten seines Bewußtseins noch eine Furcht: seine Hand könnte verschwinden oder im Griff der anderen Hand auf immer verlorengehen. Eine freimütige Hand, die die andere fest ergreift und Kontakt mit Fingern und Handteller sucht, beweist eine offene und freundliche Einstellung. Sie zieht sich nicht heimlich zurück, hält sich aber auch nicht überlang auf und erfüllt einfach ihre Funktion: die einer Kontaktaufnahme zwischen freundlichen Menschen.
Der Händedruck ist aus einer viel älteren Geste entstanden, die uns zurückführt zum Anfang der geschichtlichen Zeit. Wenn zwei Männer sich begegneten, hoben sie beide gleichzeitig ihre Hände über den Kopf, um zu signallsieren und auch zu beweisen, daß sie keine Waffen trugen. Zwischen diesem primitiven Gruß - der in Kriegszeiten und beim Ausbruch offener Feindseligkeiten auch heute noch üblich ist und unserer heutigen Grußgeste ist der »römische Gruß« einzuordnen. Die Römer ergriffen. um sich zu begrüßen, gegenseitig ihre Unterarme; man kann diese Geste in den Ländern rund um das Mittelmeer auch heute noch häufig sehen.
Unserem westlichen Bewußtsein ist nicht mehr gegenwärtig, daß unser Händedruck, den wir mit unseren Gästen oder im Büro austauschen, einmal zum Ausdruck bringen sollte, daß wir keine Angriffswaffen mit uns führen. Wir sind vielmehr überzeugt, daß wir lediglich eine banale Geste der Höflichkeit ausführen.
Viele Leute machen sich den Händedruck zunutze, um ihre körperliche Kraft zur Schau zu stellen. Sie greifen voller Eifer nach der ausgestreckten Hand, drücken sie, pressen sie und brechen einem fast die Finger. Der Händedruck artet zu einem Kampf aus, wobei derjenige, der die Feindseligkeiten mit seinem zermalmenden Druck eröffnet, die besten Siegeschancen hat. Der Überraschungseffekt kommt ihm zugute, und die Muskulatur der Hand, die blitzschnell in seinen Schraubstock gerät, kann nicht rechtzeitig reagieren. Offenbar ist der Schnellere immer im Vorteil. Häufig wird physische Kraft mit Männlichkeit verwechselt; daher gewöhnen sich viele Heranwachsende einen energischen Händedruck an, aus dem man seine eigene Hand nur halb zerquetscht retten kann.
Diese sinnlose Kraftentfaltung verrät die Unsicherheit des Halbwüchsigen über seine sexuelle Identität, die er überwinden möchte. Ungeschickt versucht er, seine Männlichkeit zu beweisen, indem er seine junge, stürmische Energie zur Schau stellt.
Auch manche Frauen reichen ihrem Partner eine spröde und harte Hand. Ihr Händedruck ist aktiv und eindringlich; er wird für männlich gehalten, deutet aber nicht unbedingt auf Aggressivität hin, sondern verrät eher den Entschluß, die Weiblichkeit für den Augenblick einmal beiseite zu lassen. »Nein«, sagt diese feste Hand, »ich bin nicht dieses kleine, weiche, zarte und passive Etwas des weiblichen Stereotyps. Ersparen sie mir die Aufmerksamkeiten, die meinem Geschlecht aus Tradition erwiesen werden. Behandeln Sie mich als gleich und ebenbürtig. Meine Entschlußkraft, meine Energie stehen nicht hinter der Ihrigen zurück.« Frauen, die sich im Beruf durchsetzen, haben schließlich meist auch privat einen Händedruck, der sich kaum von dem Händedruck unterscheidet, den sie zunächst hauptsächlich ihren geschäftlichen Beziehungen vorbehalten hatten.
Den wirklich autoritären und aggressiven Händedruck kann man leicht erkennen. jemand ergreift Ihre Hand, drückt sie fest und zwingt Sie plötzlich zu einer Drehung. Auf Ihre horizontal nach oben gewendete Handfläche legt sich die seine mit Herrschergeste und veranschaulicht haargenau die Situation, die er für Ihre Beziehungen anstrebt: Sie unten, er oben. Wenn Ihnen andererseits jemand die Hand reicht mit gedrehtem Handgelenk und von vornherein nach oben gewendeter Handfläche, so signallsiert er Ihnen seine vollständig ergebene Einstellung.
Die Amerikaner haben die anschauliche Bezeichnung cold lish für die unbewegte, formlose, inaktive Hand, die in der Hand des Partners strandet. Dr. Jean Bergés nennt in seinem Buch Les gestes et la personnalit diese Hand die Hand der Verweigerung. »Weigerung, der zu sein, der die Hand ausstreckt, oder dem man die Hand reicht, Weigerung, zu geben oder entgegenzunehmen, Weigerung, dem anderen auf gleicher Ebene zu begegnen.«
Die Hand vom Typ <>, gehört paradoxerweise nicht selten einem stämmigen Mann oder einem Athleten. Da er die vernichtende Oberlegenheit seiner Körperkräfte kennt und weiß, daß er Schwächere unabsichtlich verletzen könnte, reduziert er seinen Händedruck bis zur Bewegungslosigkeit. Eine derart wesenlos wirkende Hand kann der Ausweis eines Künstlers, Gynäkologen, Chirurgen, Kunsthandwerkers, Boxers . . . sein. Er möchte die Hand als sein wertvollstes Werkzeug schützen und versucht, die eventuelle Aggressivität der ihm entgegengestreckten Hand zu entschärfen, indem er seine eigene Hand ganz leblos wirken läßt. Der Händedruck Marke »cold fish« wird niemals als sympathisch empfunden, ob man nun die Ursache für seine Laschheit kennt oder nicht. In den USA bezeichnet man ihn schlicht und einfach als „unamerikanisch“.
Noch schlechter im Ruf steht der klamme, warme, feuchte Händedruck. Er ruft ausnahmslos Abneigung hervor. Wer mit schwitzenden Handflächen geschlagen ist, leidet gewöhnlich ganz furchtbar unter diesem Übel. Schon die Aussicht auf einen Händedruck verzehnfacht die ohnehin vorhandene Angst und löst einen gerade dann höchst unpassenden Schweißausbruch aus. Fieberhaft knüllt der Unglückliche ein Taschentuch in seiner Hand zusammen; hat er kein Taschentuch, trocknet er seine Handflächen hastig, indem er über den Anzugstoff seiner Hose fährt oder sie gegen irgendeine frische, trockene Fläche in seiner Reichweite preßt. Bei Heranwachsenden sind feuchte Hände eine häufige und beinahe normale Erscheinung; bei Erwachsenen lassen sie auf eine starke Erregbarkeit und Angstgefühle schließen, die für die Betroffenen zeitweise unerträglich werden können.
Als letzte Möglichkeit bleibt noch übrig die Hand, die verweigert wird. Sie strecken die Hand aus, und Ihr Partner reagiert nicht auf Ihre Geste. Wenn er Sie dabei klar und deutlich ansieht, ist seine Absicht nicht schwer zu deuten. Dieser Mann will Sie beleidigen; er greift Sie aktiv an. Er weist Ihr Entgegenkommen zurück, Ihre Versöhnungsversuche, leugnet Ihre Anwesenheit, Ihre Person, ieden Kontakt. Er bietet Ihnen die Stirn, er erklärt Ihnen den Krieg. Wenn Jemand sich den Anschein gibt, Ihre ausgestreckte Hand nicht zu sehen, wenn er so tut, als bemerke er Ihre Geste nicht, so ist bei seiner Ablehnung Vorsicht im Spiel. Natürlich bringt er Ihnen eine unübersehbare Abneigung entgegen; aber er will Unannehmlichkeiten vermeiden; oder aber er verachtet Sie wirklich grenzenlos; in seinen Augen existieren Sie nicht, und er erwartet von Ihnen nicht die kleinste Reaktion auf diesen absichtlichen Affront.
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Wednesday, July 4th, 2007
Wer die Körpersprache richtig versteht und anwendet, kann sie einsetzen - bewußt oder unbewußt - um individuelle Verteidigungsmechanismen zu durchbrechen.
Wirksamer und deutlicher Ausdruck der Körpersprache ist die Berührung. Durch die Berührung eines Menschen erhalten die gesagten Worte mehr Gewicht und wirken stärker. Nur darf eine solche Berührung nur im richtigen Moment geschehen, sonst ist genau das Gegenteil der Fall.
Jeder Mensch benötigt einen gewissen Raum für sich selber - die intime Zone. In diesem Raum fühlt er sich wohl und nicht bedroht. Dringt ein Mensch in diese intime Zone ein, so wird dieses entweder geduldet oder aber, im schlimmsten Fall, als Angriff gedeutet. Eine Reaktion auf eine körperliche Berührung wird sich vermutlich immer einstellen. Und sei es nur im Gefühl des Berührten. Auch wenn er sich nicht trauen wird, sich dagegen aufzulehen. Eventuell wird er vor einem Menschen, dessen Berührung er ungern ertragen hat, zukünftig auf größeren Abstand achten.
Laut Anton Stangl (nach dem amerikanischen Forscher Edward T. Hall) beträgt die Distanzzone
Nahbereich - Intime Distanz - 0 bis 40 cm, maximal 60 cm
Nahbereich - Persönliche Distanz - 04 bis etwa 1,5 m
Fernbereich - Gesellschaftliche Distanz - etwa 1,5 bis etwa 4 m
Fernbereich - Öffentliche Distanz - etwa 4 m bis 8 m und mehr
Die Vertrauensgewinnung von Menschen wird im wesentlichen dadurch beeinflußt, daß man einem Menschen immer näher kommen darf. Von einer größeren Entfernung, Fernbereich, darf man sich bis zur Intimen Distanz nähern. Bei wem Gefühl und Takt fehlen und wer diese Grenzen der Mitmenschen verletzt, bei dem werden sich entsprechende Folgeerscheinungen einstellen. Einfach deshalb, weil sein Gegenüber sich unwohl fühlen wird und sich entsprechend verhalten muß um das eigene “Wohlfühl-Gefühl” zu sichern. Hier denke ich zuweilen an die Menschen, die sich “breit” machen. Eventuell ohne Rücksicht auf das Umfeld!Â
Distanzzonen im menschlichen Kontakt (Gesprächsentfernung)
Es gibt Menschen, die ständig in fremden Lebensraum, fremde Körperzonen hineingreifen, und zwar durch weite Bewegungen nach außen hin in dieser Richtung spielet sich ab: Sich breit machen im fremden Bereich, zuviel beanspruchen, dem andern auf die Schulter klopfen, Hand über Gebühr festhalten, sich mit Gegenstände seinem engeren Lebensraum befassen u. dgl. Diese sehen geben unbekümmert, oft plump-vertraulich, in einem übermäßigen Umweltkontakt ihren eigenen Antrieb nach. Sie strahlen auf den anderen aus: »Sie sind für eine ganz nebensächliche Figur, deshalb haben Sie keinen persönlichen, intimen Bereich zu beanspruchen, er ist gleichgültig! «
Ähnlich wie das Tiere instinktiv tun, will auch der Mensch unbewußt ein bestimmtes Gebiet, ein bestimmtes Recht, einen Persönlichkeitsraum für sich allein haben. In der ausschließlich er selbst zu bestimmen hat. Eingriffe in diesen Raum werden als ungebührlich oder aufdringlich zurückgewiesen. Im übertragenen Sinn sind es Befugnisse. Die anderen müssen diesen Persönlichkeitsraum respektieren und sich danach richten. Davon wi
Forscher Edward T. Hall):
 1. Die »intime« Distanz:
    0 bis etwa 40, maximal 60 cm Nahbereich
2. Die »persönliche« Distanz: Nahbereich
    etwa 0,4 bis etwa 1,5 1
 3. Die »gesellschaftliche« Distanz:Â
    etwa 1,5 in bis etwa 4 m Fernbereich
 4. Die »öffentliche« Distanz: Fernbereich
    4 m bis 8 m und mehr
Die Vertrauensgewinnung wird maßgeblich mitbestimmt dadurch, daß man aus einer weiten Distanz ohne Störung in den Nahbereich vordringt, so daß der andere sich dabei wohlfühlt. In Untersuchungen wurde übrigens festgestellt, daß nach innen gerichtete (introvertierte) Menschen vergleichsweise zu entschieden größerem Gesprächsabstand neigen als nach außen gekehrte (extravertierte).
Wer gegen diese natürlichen Zusammenhänge verstößt, zeigt, daß es ihm an Takt, an der richtigen Einschätzung der Persönlichkeit des anderen fehlt, daß er die dafür wichtigen Körpersignale des anderen. auch seine individuellen Statusymbole, nicht oder falsch sieht. Abwehr und entsprechende Nachteile bleiben nicht aus.
Genauere Darlegungen erübrigen sich für jeden einigermaßen empfindsamen Menschen. Auf verschiedene Folgerungen. die für die tägliche Praxis des menschlichen Kontakts und der Gesprächsführung bedeutungsvoll sind, wird an anderer Stelle noch hingewiesen.Â
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